Armilla

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Armilla (Begriffsklärung) aufgeführt.
Armilla eines Krönungsornats, maasländisch 1170–1180 (Musée du Louvre, Paris)[1]
Armilla mit Kreuzigungsdarstellung, maasländisch 1170–1180 (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)


Eine Armilla (lateinisch; Plural: Armillae) ist ein silbernes, gelegentlich auch goldenes Armband. Es wurde im antiken Rom als Auszeichnung an Soldaten verliehen.

Es findet sich gelegentlich auch bei mittelalterlichen Prunkrüstungen, dort häufig als vergoldeter und bemalter Oberarmbesatz.

Zwei prunkvolle Armillae, die vermutlich aus dem Umfeld Kaiser Friedrich Barbarossas stammen und die heute im Louvre (Paris) sowie im Germanischen Nationalmuseum (Nürnberg) aufbewahrt werden, gelten als herausragende Beispiele für die maasländische Goldschmiede- und Emailkunst des 12. Jahrhunderts.[1][2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Christine Descatoire, Marc Gil, Marie-Lys Marguerite: Une renaissance. L’art entre Flandre et Champagne, 1150-1250. Réunion des Musées Nationaux, Paris 2013, ISBN 978-2-7118-6080-7. 
  2. Frank Matthias Kammel: Germanisches Nationalmuseum - Führer durch die Sammlungen. Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2012, ISBN 978-3-936688-67-2.