Harel Skaat

Harel Skaat beim Eurovision Song Contest in Oslo (2010)

Harel Skaat (hebräisch הראל סקעת; * 8. August 1981 in Kfar Saba bei Tel Aviv) ist ein israelischer Sänger und Musiker. Er belegte 2004 den 2. Platz in der populären israelischen TV-Talentshow Kochav Nolad. Sein erstes Album erreichte Platin-Status in Israel. Im Mai 2010 vertrat er Israel beim Eurovision Song Contest in Oslo.

Biographie

Bereits als Kind gewann Harel Skaat einen Sängerwettbewerb; später war er sowohl in der offiziellen Musikgruppe seiner Schule als auch seiner Heimatstadt aktiv. 2002 begann er ein Studium am Beit Zvi (Hochschule für darstellende Künste) in Ramat Gan. Während seines zweiten Studienjahrs bewarb er sich für die israelische TV-Show Kochav Nolad.[1]

Karriere

Die Fernsehsendung Kochav Nolad (dt.: "Ein Star wird geboren") ist vergleichbar dem deutschen Pendant Deutschland sucht den Superstar oder American Idol und brachte bereits Erfolgssängerinnen wie Schiri Maimon hervor. Harel Skaat galt schnell als eindeutiger Favorit, unterlag im Finale aber Harel Moyal. Dennoch ist er seitdem einer der erfolgreichsten Musiker Israels, erhielt Platin für sein erstes Album Harel Skaat[2] und errang mehrere wichtige nationale Preise, bspw. den Israel Music Award[3]. Bei der Wahl des Sängers und Lieds des Jahrzehnts 2000–2009 errang er Platz 2, "ואת" (Ve'at, dt.: "Und du") von seinem ersten Album kam auf Platz 4.[4] 2009 erschien sein zweites Album "דמויות" (Dmuiot, dt.: "Gestalten"), das Goldstatus erhielt. 2012 veröffentlichte er sein drittes Album mit dem Titel "שוב מאושר" (Shuv me'ushar, dt.: "Wieder glücklich"). 2019 saß er in der Jury von HaKokhav HaBa L’Eurovizion 2019, der israelischen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2019.

Eurovision Song Contest

Ende Dezember 2009 gab die IBA, die staatliche israelische Rundfunkorganisation, bekannt, dass Harel Skaat Israel beim Eurovision Song Contest vertreten würde.[5] Das israelische Fernsehpublikum und mehrere Fachjurys wählten am 15. März 2010 aus vier Liedern den Song "מילים" (Milim, dt.: Worte) aus, mit dem Harel Skaat am 27. Mai 2010 sein Land im zweiten Halbfinale vertrat und das zwei Tage später stattfindende Finale erreichte.[6] Dort belegte er einen 14. Platz. Des Weiteren gewann Harel Skaat in Oslo den Marcel Bezençon Awards in der Kategorie „Press Award“ (bester Song; gewählt von allen akkreditierten Journalisten) sowie der Kategorie „Artistic Award“ (beste Performance; gewählt von den europäischen Kommentatoren). Außerdem haben die beiden Komponisten seines Songs Milim den „Composer Award“ (gewählt von allen teilnehmenden Komponisten) gewonnen. Damit gingen 2010 zum ersten und bisher einzigen Mal alle Auszeichnungen des Marcel Bezençon Awards an ein und dasselbe Land.[7]

Privatleben

Im Oktober 2010 hat Skaat sich als homosexuell geoutet.[8]

Weblinks

Commons: Harel Skaat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Offizielle Webpräsenz (englisch und hebräisch)
  • Porträt bei eurovision.tv (englisch)

Nachweise

  1. Originals vom 28. Mai 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.harelskaat.com. Abgerufen am 3. April 2010
  2. Ilan Mester, Harel Skaat: Israel's promising export, Ynetnews, 9. Feb. 2010. Abgerufen am 3. April 2010
  3. Levy, Sasha: Skat, Peles Win At Israel Music Awards (Memento des Originals vom 3. Februar 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allbusiness.com, BillboardBiz, 9. Feb. 2007. Abgerufen am 3. April 2010
  4. Biographie auf der offiziellen Webseite (Memento des Originals vom 28. Mai 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.harelskaat.com. Abgerufen am 3. April 2010
  5. Glen Webb, Israel: Harel Skaat to Oslo, www. eurovision.tv, 29. Dez. 2009. Abgerufen am 3. April 2010
  6. Glen Webb, Israel: Harel Skaat to sing Milim in Oslo, www. eurovision.tv, 15. März 2010. Abgerufen am 3. April 2010
  7. Gustav Dahlander, Israeli grand slam in the Marcel Bezençon Awards, www.eurovision.tv, 30. Mai 2010. Abgerufen am 16. Mai 2011
  8. Nevo, Asaf (22 October 2010). "הראל סקעת מודה בנטיותיו המיניות [Harel Skaat Comes Out]" (in Hebrew). mako. http://www.mako.co.il/entertainment-celebs/local/Article-c4f837bbb61db21006.htm&sCh=3d385dd2dd5d4110&pId=978777604. Abgerufen am 22. Oktober 2010.

1973: Ilanit | 1974: Poogy | 1975: Shlomo Artzi | 1976: Chocolate Menta Mastik | 1977: Ilanit | 1978: Yizhar Cohen & The Alpha-Beta | 1979: Gali Atari & Milk and Honey || 1981: Hakol Over Habibi | 1982: Avi Toledano | 1983: Ofra Haza || 1985: Yizhar Cohen | 1986: Moti Giladi & Sarai Tzuriel | 1987: Datner & Kushnir | 1988: Jardena Arasi | 1989: Gili & Galit | 1990: Rita | 1991: Duo Datz | 1992: Dafna Dekel | 1993: Lahakat Shiru || 1995: Liora || 1998: Dana International | 1999: Eden | 2000: Ping Pong | 2001: Tal Sondak | 2002: Sarit Hadad | 2003: Lior Narkis | 2004: David D’Or | 2005: Shiri Maimon | 2006: Eddie Butler | 2007: Teapacks | 2008: Boaz Mauda | 2009: Noa & Mira Awad | 2010: Harel Skaat | 2011: Dana International | 2012: Izabo | 2013: Moran Mazor | 2014: Mei Feingold | 2015: Nadav Guedj | 2016: Hovi Star | 2017: Imri Ziv | 2018: Netta | 2019: Kobi Marimi | 2020: Eden Alene | 2021: Eden Alene | 2022: Michael Ben David | 2023: Noa Kirel | 2024: Eden Golan

Konnte sich nicht qualifizieren:
1996: Galit Bell

Gewinner: Deutschland Lena
2. Platz: Turkei maNga • 3. Platz: Rumänien Paula Seling & Ovi

Albanien Juliana Pasha • Armenien Eva Rivas • Aserbaidschan Safura • Belarus 3+2 ft. Robert Wells • Belgien Tom Dice • Bosnien und Herzegowina Vukašin Brajić • Danemark Chanée & N’Evergreen • FrankreichFrankreich Jessy Matador • Georgien Sofia Nizharadze • Griechenland Giorgos Alkeos & Friends • Irland Niamh Kavanagh • Island Hera Björk • Israel Harel Skaat • Moldau Republik SunStroke Project & Olia Tira • Norwegen Didrik Solli-Tangen • Portugal Filipa Azevedo • RusslandRussland Peter Nalitsch & Friends (MKPN) • Serbien Milan Stanković • SpanienSpanien Daniel Diges • UkraineUkraine Alyosha • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Josh • Zypern Republik Jon Lilygreen & The Islanders

In einem der beiden Halbfinale ausgeschieden:
Bulgarien Miro • Estland Malcolm Lincoln & Manpower 4 • Finnland Kuunkuiskaajat • Kroatien Feminnem • Lettland Aisha • Litauen InCulto • Malta Thea Garrett • Mazedonien 1995 Gjoko Taneski • NiederlandeNiederlande Sieneke • Polen Marcin Mroziński • SchwedenSchweden Anna Bergendahl • Schweiz Michael von der Heide • Slowakei Kristina • Slowenien Roka Žlindre & Kalamari

Personendaten
NAME Skaat, Harel
ALTERNATIVNAMEN הראל סקעת (hebräisch)
KURZBESCHREIBUNG israelischer Sänger
GEBURTSDATUM 8. August 1981
GEBURTSORT Kfar Saba, Israel